Samstag, 25. Mai 2013

Neudefinition des Nationstaates und Neudefinition der Religion

Im Mai 1996 wurde der deutsche Philosoph Jürgen Habermas von der koreanischen Sociological Association Forum eingeladen um einen Vortrag zum Thema "Zivilgesellschaft und die konstitutionelle Staat" zu halten. Habermas argumentiert in seiner Arbeit mit seinen kritischen Theorie der Moderne, dass das Zusammenspiel der liberalen Demokratien die Existenz einer autonomen Öffentlichkeit zugänglich zu pluralistischen Netze der freiwilligen Vereinigungen und damit der Bekämpfung der hegemonialen Märkte und administrativen Bürokratie durch kommunikative Rationalität voraussetzt (Habermas 1998). Eine der umstrittenen Fragen, die in der koreanischen Debatte vorkommt war in Habermans Vortrag die Frage, ob bestimmte Neo-konfuzianer die Irrlehre hatte, die Grundlagen für die Demokratie in Korea, vergleichbar mit der "Zivilgesellschaft" in der frühen modernen Europa, vorausgesetzt hatte (Cho, 1997; Han , 1997, 1998, Steinberg, 1997). Wie diese Debatte zeigt, ist in erster Linie die anhaltende Neuinterpretation der Moderne in einer zunehmend vernetzten Raum der Kommunikation auf globaler Ebene zu verstehen: historisch gesehen ist der Begriff der Zivilgesellschaft in Verbindung mit der kulturellen Konstruktion von Modernität und den im 18. - 19. Jahrhundert in Europa weltweit verbreiteten, re-interpretierten, nicht-westlichen Kontexten entsprungen. Diese Prozesse haben in der Tat eine Reihe von institutionellen sowie diskursiven Projekten Gemeinsamkeit: auf die eine oder andere Weise, die universalistischen Bestrebungen der Moderne, während ihre Kritik insbesondere der westlichen Version liegt, ist die Folge eine Sensibilisierung der sogenannten "multiple Modernen" (Eisenstadt, 2000). In diesem Artikel werde ich solche Prozesse der Re-Interpretation der Modernität in einem globalen Kontext durch die Überprüfung von Diskursen und Politiken, die das Verhältnis der Nation-Staat und Religion in der post-Liberation Südkoreas zeigen, erkunden. In den 1980er Jahren können wir eine entscheidende Verschiebung der diskursiven Praktiken beobachten, die durch eine erneute Bestätigung der religiösen Traditionen in der südkoreanischen Interpretationen der Moderne, von einer entsprechenden Veränderung der politischen Struktur und Praktiken, die das Verhältnis des Staates und der Nation – Religion darstellt, begleitet wird. Ich argumentiere, dass diese Verschiebungen durch eine sich verändernde Logik der Interpretation der universalen Bestrebungen der Moderne, das zu einem großen Teil durch die Entstehung der globalen Bereichen der Kommunikation führt, bedingt sind. Die Änderung von kulturellen Definitionen und Interpretationen der Moderne sollte insbesonders für eine selbst-reflexible Soziologie der Religion stehen, die seit der Gründung ein wichtiger Begriff der Religion ist, die tief in der theoretischen Perspektiven der Sozialwissenschaften verwurzelt ist, wurde in engem Zusammenhang mit der diskursiven und institutionellen Transformationen auf Basis abendländischer Modernität erschaffen. Von entscheidender Bedeutung für die Diskurse, die sich in das Projekt der Moderne in Europa stellt, ist in der Tat ein konzeptionelles Nebeneinander von Modernität und Religion sowohl irrational als auch pre-rational. Außerdem wurde die konzeptionelle Gerätschaft dieser Diskurse in der institutionellen Projekte der abendländischen Rationalisierung, vor allem im Hinblick auf die Bildung der modernen Nationalstaaten, gespielt. In dem Ausmaß, dass die klassischen Sozialwissenschaften selbstverständlich den Horizont der europäischen Nation-Status hat, ist die abendländische Interpretation der Moderne, die es unbedingt das konzeptionelle Nebeneinander von Modernität und Religion aufrecht zu halten versucht, nicht zu vergessen. Dies gilt vor allem für bestimmte Interpretationen der Theorie zur Säkularisierung im Bereich der Soziologie und der Religion, und diese haben das Recht zu kritisieren und sie für die westliche Voreingenommenheit zu dekonstruieren (Casanova, 1994; Matthes, 1995; Robertson, 1994). Das Verständnis der zeitgenössischen Kultur-Interpretationen der Moderne und die Rekonfiguration des Stellenwerts der Religion in der Moderne, setzt sich tief entgegen diesem Horizont jenseits der klassischen Sozialwissenschaften ein. Mit anderen Worten, man muss die globalen Bereiche der Kommunikation, die für die weltweite Verbreitung von abwechselnd kognitiven und normativen Rahmen zuständig ist, berücksichtigen, da diese Felder die großen institutionellen und diskursiven Schauplätze sind, wo die universalen Bestrebungen der Moderne sozial rekonstruiert sind. Luhmann's (1975) Theorie der funktionalen Differenzierung ist vielleicht einer der weitentwickelsten Bewegungen der Neuformulierung der Soziologie als Theorie der "Welt-Gesellschaft", und war produktiv für die vergleichende Analyse der konservativen und liberalen religiösen Bewegungen (Beyer, 1994, 1998a, 1998b). Weniger vertraut jedoch ebenso produktiv für die zeitgenössische Soziologie der Religion ist die neo-institutionalistische Theorie der "Welt-Gesellschaft". Dieser Ansatz analysiert die Eigenschaften eines wachsenden sozialen System, hauptsächlich aus kulturellen Skripten, Schemata, Codes und Modellen bestehend, die durch eine Vielzahl von Trägergruppen wie transnationale Netzwerke, Bewegungen, epistemische Gemeinschaften und zwischenstaatlichen Organisationen, welche die individuellen, die formale Gestaltung und, nicht zuletzt, der Nation-Staat als wichtige Vertreter der Rationalisierung dienen. Die Weber'sche Frage als Ausgangspunkt annehmend, die die universelle Bedeutung der okzidentalen Rationalisierung (Weber, 1988 [1921]: I. 1ff.) thematisiert, ist dieses Konzept erfolgreich auf die Erklärung der isomorph Entwicklungen der Nation-Staaten appliziert worden; isomorphe Veränderungen im Bereich der Bildungssysteme, nationalen Verfassungen und Bürgerrechten werden begründet, indem sie als Institutionalisierung funktionalen Modellen des Nation-Staat, auf Basis kultureller Fächerung im globalen Bereich, angenommen werden (Meyer, 1980, 1999; Meyer et al., 1997). In meiner Analyse der Darlegung politischen Richtlinien in Süd Korea, die stark auf diese neo-institutionalistische Ansätze fokusieren, versuche ich sie zu ergänzen, indem sie mehr inhaltlichen Formen der Diskursanalyse behandeln. Ich gehe davon aus, dass die kognitiven und normativen Rahmen Bezüge zu funktionalen Modellen der Nation-State herstellen und Spezifikationen für das Verhältnis zwischen Religion und des Nation-Staat beinhalten. Darüber hinaus möchte ich betonen, dass diese sich während der zweiten Hälfte des 20, Jahrhunderts begonnen haben sich zu verändern. Durch genauere Betrachtung der kognitiven und normativen Rahmen, die durch Darlegungen und politische Richtlinien ausgestellt werden, die das Verhältnis der Nation-Staat und Religion in Süd Korea verdeutlichen, versuche ich folglich die allgemeine Muster von Kultur und die (re-) Interpretationen der Moderität im Bereich der globalen Kommunikation hervorzuheben. Die Entstehung der Modernen „Religion“ in der koreanischen Studie der konzeptionellen Geschichte und historischen Anthropologie hat gezeigt, dass der Begriff der Religion, wie es im heutigen Gebrauch, spezifisch diskursive und institutionelle Konstellationen der frühen modernen Europa wiederspiegelt (Asad, 1993: 25 54; Beyer, 1998b: 153156; Matthes, 1993; Smith, 1991 [1962]: 15 50). In seiner allgemeinen Bedeutung der modernen Begriff von "Religion" bedeutet eine markante Erscheinung vermutlich, unterscheidbar im Wesentlichen aus dem neu entstehenden und gleichermaßen verdinglicht Domains der rationalen Handlung, zum Beispiel Wirtschaft, Politik, Recht und Wissenschaft. In seiner relativistischen und Historismus Sinne (“einer Religion" / "Religionen") dieses Konzept erlaubt es, zu erkennen, Aktualisierungen solcher ein unverwechselbares Wesen in der Geschichte, indem sie historische Systeme des Glaubens davon auszugehen, dass die von einer bestimmten Gruppe von Menschen, die Erlassen, in ihrem gemeinsamen Rituale und werden verkörperte Mitgliedschaft in Organisationen gegenseitig ausschließen. Die kognitive Apparat auf der Grundlage dieser konzeptionellen Geräte entstand bereits im 16. Jahrhundert im Renaissance-Ethnographie, war fest in der Philosophie des 18. Jahrhunderts, und schließlich gab Anlass zu akademischen Disziplinen wie Ethnologie, Geschichte und Religionswissenschaft im 19. Jahrhundert. Die entsprechenden Diskurse legitimiert die normative Autorität der territorialen Staaten und Konfiguration der Grenzen der neuen Verfassungen von Zeichnung dichotome Unterscheidung zwischen öffentlich und privat, Objektivität und Subjektivität, Vernunft und Religion, stammen aus dem post-Reformation Versuche zur Rechtfertigung der konfessionellen Pluralität des Christentums und Gegründet wurde, wieder mit der Konstruktion von kultureller Modernität im 18. und 19. Jahrhundert. Sowohl die kognitiven Apparat und den normativen Diskurs über die westliche Moderne war so konstruiert, indem sie gegensätzliche Religion zugrunde meisten soziologischen Theorien der Säkularisierung. Es ist wichtig zu erkennen, dass durch ihre Funktion als öffentliche Philosophien, vor allem in Frankreich, diese soziologische Theorien geholfen zu schmieden große Institutionen der Moderne oder zumindest ihre diskursiven Begründungen. Wie von Beyer beschrieben trugen sie in der Tat zur letztendlichen globalen Auswirkungen der abendländischen Modell von Religion bei: in der globalen Kontext, welcher Kategorie der Religionen und Tätigkeiten, die auf verschiedenen und differenzierbaren Gebieten einen Vorsprung genommen und nicht in anderen Kontexten vorhanden waren, spricht man von einem bestimmten kontextuellen Druck für die verschiedenen Religionen zu identifizieren und zu rekonstruieren. . . mehr oder weniger entsprechend einem globalen, kulturellen und systemischen Modell, für die das Christentum eine starke Präzedenzfall bietet. (Beyer, 1998b: 164) 1 Im Folgenden skizziere ich kurz, wie sich die weltweite Verbreitung der kognitiven und normativen Rahmen im Zusammenhang mit dem Begriff der Religion sozialen Transformationen in Korea auswirkte. Die westliche Modell von Religion wurde erstmals von Protestantismus in den letzten zwei Jahrzehnten des Neo-konfuzianischen Choson-Dynastie (1392 1910) in Korea eingeführt. Im 18. Jahrhundert hatte der Katholismus bereits das Interesse der Intellektuellen, die der koreanischen Oberschicht angehörten, geweckt. Sie waren dabei eine neue Schule des Denkens, bekannt als „Practical Learning“ (Sirhak) zu entwickeln. Die historische Semantik weist darauf hin, dass der Katholizismus zu dieser Zeit als alternativer Modus des Wissens, als "western learning" (So hak) wahrgenommen wurde, anstatt als geteiltes Glaubenssystem. Bis in das späte 19. Jahrhundert wurde der katholische Glaube mit seinen Bräuchen als Opposition zu der Neo-Konfuzianischen Vorherrschaft und ein unorthodoxer Glaube behandelt. Gemäß dem koreanischen amerikanischen Vertrag (1882) wurde den ankommenden protestantischen Missionaren offiziell die Einreise ins so genannte Einsiedler-Königreich erlaubt und später unter dem koreanischen französischen Vertrag (1886) das Recht für die Übersetzung der westlichen Bezeichnung "Religion" (chonggyo) für den allgemeinen Gebrauch in Korea bewilligt. Im 20. Jahrhunderts etablierten sich die kognitiven Anfänge, welche sich auf das abendländische Modell der Religion basieren. Beispielsweise stieg die Zahl der Mitglieder in religiösen Gesellschaften, welche das transzendente Fundament erforschen wollen. Auch lässt sich die Einrichtung theologischer Abteilung an südkoreanischen Universitäten darauf zurückführen. Die Festlegung der normativen Rahmen, auf dem die Religion basierte, fand gleichzeitig mit der Umwälzung von Zustandslegitimität und nationaler Identität statt. Vor meiner Darlegung über die Koexistenz der Institutionalisierung des abendländischen Modells der Religion mit den Verfahren der stattlichen Anordnung und der nationalen Einrichtung in Südkorea, möchte ich vorerst einige Konsequenzen bezüglich des Einfluss Religion für Koreaner klären. Die Sirhaks, welche die abendländische Auffassung und letztlich den Protestantismus unterstützten, brachten ein positives Bild unter das Volk. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Initiative ergriffen das „aufgeklärte Denken“ zu fördern, welches in Schulen, Universitäten und Krankenhäusern ihre Anhängerschaft hatte. Ohne Zweifel war Protestantismus eine der Hauptgründe, welche zum Rückzug der institutionellen Innovationen führten. Unterstützt wurde dieser Vorgang durch die Mitbeteiligung in Reformbewegungen sowie die Anstrebung des Neo-Konfuzianischen Zustandes, beides wurde von der yangban Auslese verteidigt. Der Erfolg der Missionare lässt sich zum Teil auf die symbolische Affinität zu abendländischen Modernität und einer Anti-Japan Position zur Zeit der Kolonialrichtlinien (1910-1945) erschließen. Des Weiteren umfasst das Modell der Religion die biblische Lehre, den persönliche Glauben und erlaubt es Mitglieder einer Versammlung hervorgehoben zu werden. War anfangs 20. Jahrhunderts die organisierte Nachahmung der den neuen frommen Bewegungen erschienen, nahm die Zahl deren in der zweiten Hälfte dermaßen zu, dass auch Konfuzianismus und Buddhismus die organisatorische Modelle von Protestantismus adaptieren (Daiber, 1998; Kang, 1998). Dieser Vorgang kulminiert der konfuzianischen Akademie 1994, welcher eine amtliche Erklärung des Konfuzianismus „als Religion“ erlangte und geltend machen konnte. Die Verbesserungspoilitik sah drei Hauptelemente zur „religionization“ vor: Erstens die Darstellung von Konfuzianismus als Glaubenssystem. Zweitens die Popularisierung kanonischer Texte, Einrichtung der Schulen und Missionarunternehmungen. Drittens, die Anpassung an zeitgenössischen koreanischen Kultur. Diese höchst reflexive Art der Traditionsrekonstruierung, dem globalen diffusen Kulturmodell zufolge, war eher von schrittweisen Entwicklung in der Nach-Befreiung-Zeit, wie der Wiedereröffnung der konfuzianischen Akademie und der Wiederherstellung der ortansässigen Akademien und der Schreine (hyanggyo) nach 1945 herangetragen worden, so auch die Kerninstitutionen der Choson-Ära, die von den Japanern abgeschafft wurde. Charakteristisch für den koreanischen Buddhismus, die Neigung dazu, Organisationsmodellen aus dem Protestantismus zu kopiere, vor allem der Chogye-Ära, was der japanischen Kolonisation zuzuschreiben ist, die es vorsah, Sozialeinrichtungen, Schulen und Universität und lokale Versammlungsformen zu installieren. Da sich der Prozess der „Religionization“, der momentanen Adoptierung der Terminologie der konfuzianischen Reformer, auf den Beginn des abendländischen Modells der Religion zurückführen lässt, kam ein nicht minder reflexives dennoch geläufiges Modell des Wiederaufbaus kultureller Repräsentationen und sozialen Anwendungen der Mehrheit koreanischer Religion zu Gute. Dieser neue Diskurs über „religous pluralism“ (chonggyo dawon chuo i) wurde 1980 von Gelehrten der religiösen Studie eingeführt und dienen als Symbol der Kollektividentität der koreanischen Nationen für inter-religiöse Toleranz und Harmonie Die Tendenz, welche näher durch die starke Zunahme der nationalen Verbindungen und der Organisationen des Inter-religiösen Dialogs illustriert wird, ist in Wirklichkeit nah an den Verschiebungen in der Relation zwischen dem Nationstaat und der Religion in der Nach-Befreiung Süd Koreas verbunden. An diese möchte ich mich nun wenden. Institutionalisieren des modernen Nation - Staates in Süd Korea Die Modernität, welche als Folge der Gegenüberstellung der kognitiven und normativen Rahmen erscheint, hängt gleichzeitig wie die „Religion“ im 18. Jahrhundert mit bedeutenden Umwandlungen der Institution im frühen modernen Europa zusammen. Demnach waren Ereignisse wie der Aufstieg der Naturwissenschaft, die Entwicklung einer kapitalistischen Marktwirtschaft und die Entstehung eines modernen Nationstaates essentiell. Da sind selbstverständlich beträchtliche Variationen in der historischen Trajektorien der Staatsoberhäupter - in der Entstehung und Entwicklung des Nationstaates, die teils von der Dynamik des konfessionellen Konflikts in der post-Reformation Europas abhängen und noch heute in der Vielfältigkeit der Institutionsvorbereitungen reflektiert wird und angesichts der allgemeinen Position im Bereich der Religion feststeht. Es ist sogar möglich, dass einige ideal-typische Eigenschaften eines abendländischen modernen Nationstaates zu erkennen, die von ihrer Verhältnis zur Religion charakteristisch sind. Die frühe Zustandanordnung in Europa umfaßte im Allgemeinen die Einrichtung eines Verwaltungsbürokratiebetriebs, die unabhängig von den kirchlichen Hierarchien intakt ist. Sie ist ein Reich, das formal rationalisierte Gesetzes herstellt und Infrastrukturbefugnis ausübt; auf eine Weise erzielte sie die Funktionsunterscheidung des politischen Systems von der Religion, wie durch soziologische Theorien „der Säkularisierung“ beschrieben wird (Tschannen, 1992) Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Zustandsanordnung mit der Amerikanischen und Französischen Revolutionen in die Institutionalisierung einer politischen Ordnung gelenkt, die auf den universellen normativen Ideen der demokratischen Steuer- und Staatsbürgerschaftrechte basierte, die den kulturellen Voraussetzungen des Kernes der Modernität gehören. Ein bisschen in der Spannung mit diesen universellen Aspirationen, umfasste moderner Aufbau der Nation partikularistischere Elemente. Er nahm an, dass die Bürgerschaft des Zustandes als „vorgestellte Gemeinschaft“ dargestellt werden könnte, die eine allgemeine Kollektividentität (Anderson, 1983) teilt; folglich nicht zuletzt schloss eine mögliche Fantasien der Nation ursprüngliche Codes des Konstruierens von Kollektividentität aus (Eisenstadt und Giesen, 1995). Sowie das post-westfälisches internationales Gesetz, das nach dem ersten Weltkrieg ausgearbeitet worden war und unter den Vereinten Nationen, Zustandhoheit und nationale Selbstbestimmung als Rechtslagen hergestellt hat, sind diese die idealen typischen Eigenschaften des modernen Nationalstaats fest auf einem globalen Niveau institutionalisiert geworden. Das heißt, eine globale Dauerstruktur hat sich entwickelt, welches dem Nationalstaat als Hauptmittel der Rationalisierung des Soziallebens privilegierte, während ein Modell für die organisierenden und legitimierenden Staatsverwaltungen und Politik festgesetzt wird (Meyer, 1980, 1999). Es ist gut, dass diese Dauerstruktur ,die gut mit dem abendländischen kulturellen Modell der Religion koordiniert ist, insofern fordert sie, dass zwischen Religion und Nationalstaatpolitik zu unterscheiden ist. So eine bestimmte Deutung von Modernität, die die Umstände der europäischen Nationalstaatanordnung reflektierte, gewonnene Hegemonie auf einer globalen Skala abzustimmen. In Korea, wie in vielen anderen Ländern auf der Peripherie des kapitalistischen Wirtschaftssystems, wurde das Modell des Nationalstaats fest nach 1945 in geopolitischen Zuständen von Dekolonialisation und von Konfrontation des kalten Krieges institutionalisiert. Während Zustandanordnung und Aufbau der Nation durch globale Faktoren und einschließlich Definitionen von Hauptfunktionen des modernisieren Nationalstaats (Wirtschaftswachstum, Industrialisierung, Verfeinerung, Massenausbildung, öffentliches Gesundheitswesen) gestaltet wurden waren, werden inländische Faktoren gleichmäßig einflussreicher. So beruhte die Anordnung der starken Zustände im Nord- und Südkorea schwer auf eine Verwaltungsbürokratie mit hoher Infrastrukturenergie, die unter japanischer Kolonialherrschaft und auf dem neo-konfuzianischen Vermächtnissen der Zustandsloyalität hergestellt wurde (Koo, 1993:232 236). Der Reihe nach zeichnete sich eine post-kolonialistische Nationenbildung der nationalistischen Bewegung des frühen 20.Jahrhundert ab, die anti-Japanisch und anti-Choson waren. Sie bestimmten und konstruierten die Identität aus der koreanischen Nation (minjok) durch die symbolischen Grenzen, die hauptsächlich auf dem ursprünglichen Code der Ethnie basierten. Die demokratische Volksrepublik von Korea und die Republik Korea stellten sich nach dem Korea-Krieg (1950-1953) ausschließlich als koreanische Nation dar. Sie gestalteten ethnischer Nationalismus bezüglich durch Anti-Amerikanismus und Anti-Kommunismus als neue Modus des Konstruierens der Kollektividentität (Schienbein et al., 1999). Die folgenden Beispiele von Darlegungen und von Politik nach der Befreiung Südkorea zeigen, wie diese global und am Ort konditionierte Prozesse der Zustandanordnung und -Aufbaus der Nation mit der aufeinander folgenden Institutionalisierung des abendländischen kulturellen Modells der Religion verbunden wurden. Eine der wichtigsten übersetzten Anmerkungen, der spezifischen abendländischen Deutung der Modernität und der Staatsaufgaben zum inländischen Kontext, war die sozialwissenschaftliche Erörterung. Einer der Hauptbeiträge, die von den koreanischen Sozialwissenschaften erwartet wurde, war die zusätzlich zur Verfügung gestellte Rechtfertigung für die staatliche Anti-kommunistische und Pro-amerikanische Ideologie, die von den koreanischen Sozialwissenschaften mit beträchtlicher Regierungsunterstützung in den fünfziger und in den sechziger Jahren hergestellt wurde, der Prozess des Schmiedens eines modernen Zustandes wurde mit hoher Infrastrukturenergie beaufsichtigt (Park und Chang, 1999: 143 146). Durch die Objektive der Modernisierungtheorien, die überwiegend von den koreanischen Gelehrten, die in den US-amerikanischen Universitäten ausgebildet wurden, wurde die traditionelle Haltung, die jetzt als „fromm“ betrachtet werden, eine Behinderung zur Zuführung des Landes zu sein. Solche Skepsis in Richtung Religion gegen Tradition, wurde besonders von der autoritären Regierung des allgemeinen Parks Chung‐Hee (1961-1979) in seiner amtlichen Darlegung „des Fortschritts und des Aufklärung“ angnommen. In seiner Darlegung kann der anti-japanischen Position der koreanischen nationalistischen Darlegung zurück verfolgt werden. Als Teil seiner Bemühungen, neo-konfuzianische Anstalten und besonders seiner Assimilationspolitik zu untergraben, die entworfen waren, um imperiale Themen (kominka) zu verursachen, hatte die japanische Kolonialverwaltung Shinto Anbetung der koreanischen Bevölkerung auferlegt. Starke Opposition zu dieser Politik wurden durch Anhänger von Taejonggyo, die eine neue nationalistische Religion, die im Jahr 1909 gegründet wurden ist und die Tan'gun Mythos wiederbelebt, der die prähistorische Grundlage von Korea begründet, die im Jahr 2333 v. Chr. berichtet worden war, aber auch durch große Brüche von Protestantismus, artikuliert; es sollte vermerkt werden, dass diese anti-Japanischen und nationalistischen Vermächtnise des koreanischen Protestantismus zu seinem Missionserfolg nach 1945 hinführte. Jedoch wurde der Zustand der geöffnete Regierungsunterstützung für jede mögliche Religion im Allgemeinen mit Misstrauen in der Nach-Befreiung Südkorea betrachtet, der als Hauptmittel der Modernisierung dargestellt wurde. Nur in dem Maße, wie religiöse Gruppen die anti-kommunistische Ideologie des Staates oder wie der Vereinigungskirche oder die „Full Gospel Church“ annahmen, haben sie bestimmte Maßnahmen der offiziellen Unterstützung. Diese allgemeinen Funktionen können auch in mehrere Bereiche der Politik gefunden werden. Die Politik der Modernisierung wird zum Beispiel durch Hochzeitsbräuchen, die durch die Regelung der Bräuche veranschaulicht werden, wie von Kendall analysiert (1994). Nach 1945 ist ein "neuer Stil" (sinsik) der Hochzeitsbräuche unter der Mehrheit der südkoreanischen Bevölkerung beliebter geworden. Es etwickelte sich aus christlichen und koreanischen nationalistischen Kriterien der Neo-konfuzianischen Familie Bräuche heraus. Diese neuen Zeremonien feierte das Eheleben zwei verbundenen Paare, anstatt in der eng verbundenen Familie, wie in den koreanischen Bräuchen der landwirtschaftlichen Vergangenheit gehört. Sie wurden in kommerziellen Hochzeithallen (yesikjang) abgehalten, die ersetzten den "alten Stil" (kusik) der Hochzeitsbräuche ganz, sie symbolisiert die Entfernung von der vormodernen Traditionen, diese kann als "Bräuchen der Modernisierung" verstanden werden. Es war genau dieser Symbolismus, den die koreanische Regierung an der vormoderner Traditionen 1969 bis 1973 kritisiert: das Fehlen der rituellen Handlungen in der Familie: wie regulierte Zeremonien bei Begräbnissen, Geburtstagfeier (hwan'gap), Vorfahrenverehrung, 60.igster Geburtstag und besonders die neue Art der Hochzeit wurde kritisiert. Die jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen wurden durch das Ministerium der Sozialwohlfahrt in der engen Zusammenarbeit mit dem Berufsvereinigungsberufsverband der Hochzeitshallen - Eigentümer eingeführt und durch die amtliche Darlegung auf "Fortschritt und Aufklärung“ gerechtfertigt. Dennoch versuchte die Regierung gleichzeitig seine moralische Autorität mit Hinweis auf das konfuzianische Konzept „des Anstands“ zu legitimieren (ye), eine Idee, die bis dahin noch Teil eines ethischen Anblicks, anstatt der bisherigen „Religion“ war. Die moralische Autorität, die von der Regierung behauptet wurde, wurde auch in seiner pädagogischen Politik artikuliert. So führte die Regierung moralische Anweisung (todok) in den öffentlichen Schulen ein, die ursprünglich im Unterricht der konfuzianischen Ethik seit 1961 verwendet wurden, um die Verbreitung hegemonische antikommunistische Ideologie zu bestehen. 1972 zeichnete die Parkregierung Lehrpläne für obligatorische Anweisung in "Volksethik" in den allgemeinen Schulen, um in Süd-Korea die nationale Identität zu erhöhen und die moderne Politik des Parkregimes zu legitimieren. In Wort und Schrift war sie der kulturellen Politik ähnlich, die zuerst durch das Ministerium der allgemeinen Informationen die durch die US Militär Regierung hergestellt und beaufsichtigt wurde, und später durch ein erweitertes und reorganisiertes Ministerium der Kultur und der Informationen durchgeführt wurde. Als Teil der Regierungsmodernisierungstagesordnung konzentrierte man sich auf die Politik: ein Ministerium für Förderung und Durchführung allgemeiner Mittel, der Filmindustrie und der kulturellen Verbindungen wurde eingeführt. Hinsichtlich der Religion hatte das Ministerium wenige Kompetenzen, betreffend der konstitutionellen Trennung des Zustandes und die der Religion. Jedoch in seinem Versuch, Sozialleben zu rationalisieren führte die Park-Regierung die religiöse Politik ein, in der angestrebt wurde die Autorität der nicht angepassten Religion zu unterdrücken. Zum Beispiel wurden in einer Kampagne der neuen Bewegung des Dorf-(Saemaul), die in den frühen siebziger Jahren durch die Regierung entworfen wurde, um landwirtschaftliche Entwicklung fördernd zu begleiten, lokale Reformer shamans eingesperrt und ihre lokalen Schreine zerstört, um abergläubische Praxen angeblich auszurotten; traditionelle konfuzianische und yangban Führung wurden gleichmäßig durch diese Kampagne gezielt zerstört. Die Politik wurde durch die Opposition einiger religiöser Organisationen zur Modernisierung gezwungen, weil die Saemaul Kampagne und andere politische Maßnahmen die strengen Beschränkungen der Freiheit der Religion anzeigten. Bevor man ausführlicher die religiösen Eigenschaften dieser Protestbewegungen analysiert, können die Darlegungen und die politischen Richtlinien zusammengefasst werden, wie der Zustand der südkoreanischen Anordnung und des Staatssystems in den ersten Dekaden nach 1945 anzeigt, obgleich noch aufgezeigt und in den konfuzianischen Bildern des politischen Auftrages durch die kognitiven und normativen Rahmen bedungen und die auf der Nebeneinanderstellung der Tradition und des Fortschritts, "old style" beruhen; spiegelt sich der "new style", Religion und Modernität und abendländische Deutungen der Modernität folglich wider. Neudefinition des Nationstaates und Neudefinition der Religion Seit den achtziger Jahren sind die kognitiv und normativ beschriebenen Rahmen in zunehmendem Maße durch eine neue Nebeneinanderstellung der semantischen Opposition von "Verwestlichung" (soyanghwa) gegen "Modernisierung" (hyondaehwa), ersetzt worden; das eine neue Wertschätzung der koreanischen Tradition mit einer nationalen Identität eines demokratischen Zustands, einschließlich der koreanischen Religionen, zugelassen und aufgebaut hat. Wieder stellt die Staats-Regierung in hohem Grade Hochzeitsbräuche zur Verfügung, die in hohem Grade ein illustratives Beispiel für diese ändernde Deutung der Modernität ist. Bis zu den siebziger Jahren verschwanden praktisch die Altar - Hochzeitszeremonien und in den achtziger Jahren hatte das Interesse für die Bewahrung der traditionellen Gewohnheiten wieder Zuwachs (Kendall, 1994: 180ff.), aber obgleich solche Versuche des Konservierens traditioneller Gewohnheiten Bestandteile des nationalen Verständnisses und nicht völlig neu waren, wurden sie jetzt durch eine Darlegung verunglimpfende neuartiger Zeremonien als "Hochzeit im westlichen Stil" gestaltet; (sogusik hollye) und ihnen "unsere traditionelle Hochzeit“ entgegensetzt (uriui chongt'ong hollye). Das Ministerium für Kultur und Bewahrung von Kulturschätzen begann seit den die Leistung der traditionellen Hochzeitszeremonien, welche sich dem Familienbräuche, der hauptsächlich der kulturellen Mitte aber dennoch westlicher Art und offenbar eindeutig interessant genug für die konfuzianische Akademie war, anzuregen. Als Reaktion auf die Popularität dieser Zeremonien initiierte das Ministeriums des Innern im Jahr 1986 eine eigene Kampagne zur Wiederherstellung der traditionellen Hochzeiten. Durch diese wird behauptete, dass eine moralische Überlegenheit der koreanischen Kultur über westliche Oberflächlichkeit und Konsumkultur herrschte. In Kendalls Anmerkungen stellt man fest, dass die staatliche Interventionen in diesem Fall nicht aus religiöse Gründen kritisiert wird. „Zum Teil deshalb, weil die Bedeutung der Bräuche und deren Sitten für alle Koreaner lang dem Interesse des Staates gegolten hat. Diese Verschiebung der semantischen Opposition "old style", "new style", "western-style wedding", "our traditional wedding" und seiner Bestimmungen werden von der koreanischen Regierung vorgeschlagen und als Symbol für nationale Identität der Tradition zurück gewonnen und jetzt als kompatibel mit der Modernität betrachtet. Außerdem wurde im Verlauf dieser semantischen Neukonfiguration der Tradition und der Modernität mit der Hegemonie der abendländischen Deutung von Modernität öffentlich konkkuriert. Unmittelbar nach diesem neuen Interesse für die Schätzung der Tradition, ist Religion als wesentlicher Bestandteil koreanischer Geschichte als eine Tendenz neu geschätzt worden, die sich in der staatspädagogischen Politik reflektiert. Daruafhin wurde Volksethik in ein freiwilliges Unterrichtsfach umgewandelt. In der Oberstufe und im Anti-Kommunismus wird diese in den Lehrplänen nicht betont; die Regierung hat "Religionswissenschaft" als alternatives Thema in der öffentlichen Bildung festgelegt. Die größere Tat dieser Neubewertung der Religion in der pädagogischen Politik ist die neue Ausbildung, die in Übereinstimmung mit Artikel 31 der Beschaffenheit der 6. Republik 1987 geführt wird. Einerseits wird in Artikel 5(2) bestätigt, dass "nationale und allgemeine Schulen nicht auf Religionserziehung um des Religions Willen“ getragen werden, andererseits wird jedoch als Hauptziel des Unterrichtswesens, in Artikel 2(b) die Entwicklung eines patriotischen Geistes für die Bewahrung der nationalen Unabhängigkeit und für die Einsetzung zur Tradition festgelegt oder wie in Artikel 2(c) die "Vermittlung der Entwicklung der nationalen Kultur und ein Beitragen zum Wachstum der Weltzivilisation"; ebenso tragen fromme Studien zur Entwicklung der nationalen Kultur bei. Dass die Neubewertung der Religion ein Teil einer Neudefinition der nationalen Identität ist, wird sie durch die allgemeine kulturelle Staatspolitik bestätigt, da die Grundlage der 6. Republik 1987 durch das Ministerium der Kultur formuliert worden ist, umbenannt nach einer organisatorischen Änderung als Ministerium der Kultur und des Tourismus (MOCAT) 1998. In Übereinstimmung mit Artikel 9 der Beschaffenheit wird vereinbart „den Zustand das kulturelle Erbe zu unterstützen und zu entwickeln um die nationale Kultur zu erhöhen“; die Hauptziele dieser Regierungsorganisation sind die koreanische Kultur zu fördern und den Rahmen für eine etwaige Wiedervereinigung mit Nordkorea (MOCAT, 1998) zu legen: 7 Schlüsselelemente der Politik und der kulturellen Bewahrung sind die Förderung der frommen Volksfestivals, die Wartung eines nationalen Volksmuseums und die Wiederherstellung der buddhistischen Tempel und der konfuzianischen Schreine. Als Teil dieser Politik ist der Zustand aktiv in das Management der Schreine mit einbezogen geworden; er regelt Gedenkfeiern Hyonch'ungsa die abhalten werden, zum Beispiel Admiral Yi Sun-shin-shin (1545 1598) "Leute die mit einem patriotischen Geist und einer Sendung die Nation verteidigen und vorrücken“; er hat ein Managementbüro für den Ch'ilbaeguich'ong Schrein hergestellt der Erinnerungsriten für die „700 Märtyrer der Invasion von 1592 Japanern“ enthält (MOCAT, 1998: 70). Die gleiche Tendenz kann in religiösen Politik beobachtet werden, die unter Aufsicht der MOCAT's Religious Affairs Office stehen, haben sich seit den späten 1980er Jahren strikt auf den verfassungsrechtlichen Bestimmungen basiert, die die Religionsfreiheit und die Trennung von Staat und Religion gewährleisten. Das angegebene Ziel des religiösen Angelegenheiten Büros ist eine " Förderung der Harmonie zwischen den verschiedenen Religionen, so dass sie möglicherweise eine solide Einfluss auf die Gesellschaft ausüben“; (MOCAT, 1998: 16). Neben der Registrierung der religiösen Organisationen, die von Besteuerung befreit werden, subventionieren sie Tätigkeiten wie das koreanische fromme Kunst-Festival (KRAF), welches seit 1997 eine ruhige Koexistenz zwischen den unterschiedlichen Religionen fördert und gelegentlich in Zwischen-religiösen Konflikten vermittelt. Obgleich nicht offiziell von der "Religion" anerkannt, ist es dennoch dem Schamanismus gelungen sich durch diese Religionspolitik von seiner Last zu befreien. Während das Büro der kulturellen Eigenschaften seit den siebziger Jahren ein Gehalt für die Bewahrung der Schamanen zur Verfügung gestellt hat, hat die koreanische nationale Kommission der UNESCO vor kurzem ein Projekt für die "Entdeckung des schamanistischen Erbes" ausgerufen. Die zugrunde liegende Logik der aktiven Miteinbeziehung hat das Unterstützen der religiösen Harmonie verursacht, "Religion hat mitgeholfen „auf koreanische Art zu leben" zu bewahren; (MOCAS, 1997: 3). Der ausdrückliche Versuch von Süd Korea eine neue nationale Identität wieder aufzubauen, indem man das traditionelle und fromme Erbe wieder aufbaut um sich darin wiederzuspiegeln oder wie oben erwähnt zurück zu fordern, entspricht gut der koreanische Modernität der allgemeinen Logik und der neuen Abhandlung auf dem frommen Pluralismus (chonggyo dawon chuoi). Außerdem ist es rechtsmäßig die allgemeine Darlegung der asiatischen Werte, die im Westen und im Osten der achtziger Jahren auftauchten und die die Kompatibilität von Konfuzianismus mit instrumenteller Vernunft voraussetzen, in der Weberschen Analysen zu verbessern (sehen Sie Lee, 1997). In Korea ist diese Darlegung nicht überraschend, denn die Sozialwissenschaften sind besonders in den achtziger und in den neunziger Jahren vorherrschend gewesen und waren davon betroffen den "Aufwand um die Modernität in der frühen modernen koreanischen Geschichte" wieder zu entdecken; (Park und Chang, 1999: 151). Eine dieser Bemühungen ist der Versuch, koreanischen Neo-Konfuzianismus als historische Grundlage für die Demokratie zu argumentieren. Es wird hauptsächlich gesagt, dass die koreanische Demokratisierung durch politisch-ökonomische Faktoren gehindert wurde, besonders durch das Vermächtnis welches Weber als "ererbtes Beamtentum" beschrieb und durch staatlich orientiertes Wachstum der Wirtschaftspolitik (Han, 1989; OH-, 1999) aber auch durch die kulturellen Faktoren, haben die Kernwerte wie Loyalität, Frömmigkeit und Familie dem Konfuzianismus und koreanischen Schamanismus übertragen (cf. Im, 1998 enthalten; Kim, 1996; Helgesen, 1998: 99 141; Steinberg, 1997), einige koreanische Gelehrte argumentieren, dass Neo-Konfuzianismus wirklich die demokratische Entwicklung gepflastert hatte. Aus diesem Zusammenhang soll aus der oben erwähnten Debatte der historische Ursprung der koreanischen Zivilgesellschaft, von der Habermas spricht, lokalisiert werden. Wie Cho (1997) zum Beispiel argumentiert, dass Neo-Konfuzianische Literatur bereits einen autonomen allgemeinen Bereich hergestellt und die Überprüfungen und die Balancen des Zustandes zugelassen hat, aber dass diese frühen Wurzeln einer pluralistischen Zivilgesellschaft unter japanischen Kolonialrichtlinien zerstört wurden; er kritisiert die "die westliche Rechtsgläubigkeit" wenn Modernität definiert wird, anstatt die koreanische Version der Zivilgesellschaft zu verteidigen (Cho, 1997: 37). Was ich hervorheben möchte geht über den Bereich dieses Artikels hinaus, da zu der vergleichbaren historischen Soziologie spezifische Fragen zu dieser Debatte beizutragen sind und dass die Begriffsverschiebungen, die durch diese Debatte illustriert werden, gut in das neue abweichende System passen und auf der semantischen Opposition von "Verwestlichung" (soyanghwa) und "Modernisierung" (hyondaehwa) begründet wird; und welche in einer Reihe von metaphorischen Beschreibungen der koreanischen Modernität wie "westliche Kruste/konfuzianischen Kern" (Kwon und Cho, 1997: 326. 335), " Westlichen Hardware / Konfuzianischen Software" (Koh, 1996) ausgearbeitet werden und im späten Programm des 19. Jahrhunderts in " Geist östlichen und westlichen Technologie" widerhallen; (tonjong sogi). Es ist diese ausgedehnte Darlegung, die die Regeneration von Konfuzianismus (Kim, 1996) umreißt und die Rekonstruktion der koreanischen Kollektividentität (Cho, 1998), die den Zustand mustergültig in seiner familiären, pädagogischen, kulturellen und frommen Politik angenommen hat. Wie bereits erwähnt, hängen beim Überschreiten die Verschiebungen in den politischen Richtlinien und die Darlegungen, welche die staatliche Projektion der nationalen Identität umgestalten, mit strukturellen Umänderungen des südkoreanischen Zustandes zusammen. Außer der Neo-liberalen Umstrukturierung der kapitalistischen Volkswirtschaft, die wie anderswo als Globalisierung in Süd Korea wahrgenommen wurde, ist ein Hauptaspekt dieser Umwandlungen der Prozess der Demokratisierung, der durch die Grundlage des 6. Republik unter Roh Tae 1987 eingeleitet wurden und fortgefahren mit den ersten freien Wahlen, die 1992 abgehalten wurden und durch die Wahl des ehemaligen Oppositionsführers und des Fürsprechers Kim Dae-Jung als Präsident 1997 bestätigt wird. Die inländischen Faktoren dieser politischen Umwandlung haben sich in einer bestimmten Weise auf die Entwicklung unter dem Park-Regime bezogen, in der sich eine beschleunigte Industrialisierung und Urbanisierung zur Verfeinerung mit neuen Muster der Sozialverschiedenheit führten und die von der Unzufriedenheit des Zustandes der modernen Politik verursachten Protestbewegung (Bedeski, 1994) artikulierten. Das Verlangen der soziale Gerechtigkeit und die Befreiung der Leute (minjung) tauchte in den siebziger Jahren auf und wurden von der Mittelschicht in den achtziger Jahren durch verschiedene Bewegungen und nicht nur durch studierte Gruppen und Gewerkschaften, sondern auch durch die frommen Gemeinschaften angenommen. Tatsächlich waren christliche minjung Versammlungen ziemlich vorherrschend unter den ablehnenden Gruppen; schamanistische Kulte waren die Antwort auf die Regierung zum nationalistischen Missbrauch der Volkskultur und arbeiteten auch in der Führung zum Ausdruck des Widerstandes (Kim, 1994: 207ff.). Insofern als sie durch den modernisierenden Zustand ausgeschlossen wurden, stellten die Gebiete der Tätigkeit, gestaltet durch das kulturelle Modell der Religion, einen alternativen Sozialraum für die Artikulation des Protestes gegen das autoritäre Regime zur Verfügung, das teils die Neubewertung der Religion unter der neuen demokratischen Regierung in den späten neunziger Jahren erklärt. Dennoch waren globale Faktoren in dieser strukturellen Umwandlung des südkoreanischen Zustandes nicht weniger von Bedeutung. Zum Beispiel die Protestbewegungen beruhten schwer auf übernationaler Befürwortung und es konnten auf einem globalen allgemeinen Bereich von einem demokratischen Defizit und menschlichen Rechtsverletzungen berichtet werden. So kooperierte der koreanische nationale Rat der Kirchen mit Kommissionen und schaltete zum Nachforschen der Beschränkung der Freiheit von Religion und der Verkürzungen von anderen menschlichen Rechten übernationale Körper, wie den Weltrat der Kirchen und Amnesty – International ein und wendete sich zwecks Klärung der Menschenrechte an das nationale und übernationale Publikum (sehen Sie Kim, 1986: 102ff.). Tatsächlich war der koreanische Übergang zur Demokratie als Ganzes ein Teil der so genannten "Dritte Welle von Demokratie" das weltweit in den achtziger Jahren aufgetreten ist, abgesehen von geopolitischen Faktoren wie den Zusammenbruch des kalten Krieges, durch die wachsende Robustheit des globalen Regimes der menschlichen Rechte, und auf einem normativen Rahmen gründete und bedungen auf dem internationalen Gesetz, welches Gelegenheit für Strukturen der Oppositions-Bewegungen bereitstellt und die Durchführung von universellen Normen durch die Übung des zwischenstaatlichen Drucks zulässt. Nun, da man den Einfluss globaler Faktoren in Betracht zieht, welche die Umwandlungen des Nation - Staates in der Post-Liberalperiode und die Demokratisierung in den achtziger Jahren einschließt, könnte man theoretisch meinen, dass die Verschiebungen in Diskursen und in den politischen Richtlinien Änderungen im kognitiven und normativen Rahmen reflektieren und als Teil der Weltkultur aufgefasst wird. In der Tat sind zwei grundlegende Richtungen zu erkennen, welche die Funktion des modernen Nation – Staates und seiner Relation zur Religion neu definiert hat. Als erstes wurde die Logik der Bürger durch Änderung der Institutionalisierung von Individualrechten auf ein übernationales Niveau, welche einer robusteren Regime der Menschenrechte gleichkam. Während der Widerrufung der Grundregeln der Zustandshoheit und der nationalen Selbstbestimmung, durch welche ein Nation – Staat als Hauptmittel der Sozialrationalisierung institutionalisiert wird, fordern transnationale Bürger die Adoptierung ihres Legalsystems zum normativen Rahmen, welcher kulturell außerhalb ihrer Einflusssphäre liegt. Ein Teil dieses normativen Rahmens ist die Religionsfreiheit, etabliert als ein legaler Standard im Artikel 18 des internationalen Konvention für Zivil- und politische Rechte, 1966 übernommen von der UNO Generalversammlung, 1976 in Kraft getreten, und weiter spezifiziert in der Deklaration auf der Eliminierung jeglicher Diskriminierung wegen Religion oder Glauben, bestätigt von der UNO Generalversammlung in 1982. Mit der Signatur der internationalen Vereinbarung für Zivil- und Politikrecht vom 10. April 1990, erkennt die Republik Korea diese internationale zugelassene Standards als binden an und hat dementsprechend die Politik danach auszurichten. Der im internationalen gültigen System enthaltene kognitive und normative Rahmen, unterstützt die Differenzierung der Religion vom politischen System. In globaler Ansicht, bedeutet dies die Institutionalisierung des weltlichen Zustandsmodells. Des Weiteren führt ein zweiter Trend das abendländische Modell zu einer Veränderung, indem er neue Definierung für den Staat festsetzt, besonders die Verantwortung für die Unterstützung der Vielfalt an kulturellen Traditionen. Den zweifellos großen strukturellen Umwandlungen im Wirtschaftssystem des Kapitalisten folgt nach der neuen Kultur ein „neues ideologisches Schlachtfeld“; (Wallerstein, 1990), und die Logik der neu definierten Funktionen, die sich auf kulturelle Traditionen beziehen, ist bloß, durch autonome Felder der Kommunikation verbreitet, in kognitiven und normativen Rahmen einbezogen. Anhand der zunehmender Aufmerksamkeit gegenüber Rechte der Personen, welche den linguistischen, ethnischen und religiösen Minoritäten angehören, und bis zu welchem Ausmaß individuelle Rechte respektiert, geschützt und gefördert wird, wird diese Tendenz in der internationalen Gesetzgebung ersichtlich. Diskurse, welche die Vielfalt der Religionen, Multikulturalismus oder das Recht zur Differenzierung anpreisen, befördern ähnliche normative Rahmen und werden von internationalen Organisationen über Anerkennung des kulturellen Erben von „Menschendasein“ zerstreut, stellen kulturelle Normen fest, die von den Staaten angenommen werden müsse, oder auch andere, ähnliche Aktivitäten. (siehe Weltkommission auf Kultur und Entwicklung, 1996; UNESCO, 1998) Diese Darlegungen bringen auch neue kognitive Rahmen in eine Richtung, in der Tradition mit der Modernität im Gleichklang steht und fortwährend von zustandpolitischen Richtlinien getragen werden. Von diesen normativen und kognitiven Rahmen beeinflusst, wird Religion jetzt kulturell als Haupttransportmittel der Tradition in seiner Vollendung betrachtet und sollte mit der Modernität parallel verlaufen. Die Darlegungen der südkoreanischen Politik, die die Tradition zu rekonstruieren, die Wertung der Religion und fromme Verschiedenartigkeit feiern, spiegeln diese Tendenzen in der Welt der Gesellschaft wider. Weit entfernt, ein bloßer Ausdruck der lokalen Bedingungen, illustrieren sie, dass die teilweise Bestimmung der universellen Aspirationen der Modernität legitimiert und im Globalen gesehen ein unbeständiger und einheitlicher Schauplatz ist.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Thomas von Aquin über rationale Theologie

Thomas von Aquin 1. Leben und Werke: In einer adligen Familie 1224 im Neapolitanischen geboren, kommt Thomas mit fünf Jahren nach Monte ...